Ratgeber

Reifen im Auto-Inserat: die vier Angaben, die genügen

Reifen sind einer der wenigen Posten, deren Kosten ein Käufer ungefähr kennt: Ein Satz liegt schnell im dreistelligen Bereich. Wer hier konkret wird, nimmt dem Gegenüber die Kalkulation ab – und die Verhandlungsgrundlage.

Aktualisiert am 27. August 2026 · AutoCheckDirekt-Redaktion · inhaltlich verantwortlich i. S. d. § 18 Abs. 2 MStV: Dominic Diehr

Ein Profiltiefenmesser wird in das Profil eines Reifens gesetzt

Warum sich konkrete Angaben hier lohnen

Reifen gehören zu den wenigen Posten, deren Kosten sich ohne Fachwissen abschätzen lassen. Fehlt die Angabe im Inserat, bleibt ein offener Betrag im Raum – und offene Beträge werden selten zu deinen Gunsten geschätzt. Steht sie da, ist das Thema erledigt.

Rollenteilung: Dass ein Bild vom Reifenprofil ins Inserat gehört, steht im Artikel zu den Fahrzeugfotos. Hier geht es um die Angaben dazu: Art, Profiltiefe, Alter und Marke.

Dasselbe gilt für das Alter. Ein Reifen mit viel Profil, der acht Jahre alt ist, wird von aufmerksamen Käufern trotzdem als Wechselkandidat gesehen. Wer das selbst nennt, wirkt kundig – wer es verschweigt, wirkt beim Nachsehen ertappt.

Die vier Angaben, die genügen

  • Art – Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen.
  • Profiltiefe – ungefähr in Millimetern, gern gemessen. „Ca. 5 mm“ ist eine Angabe, „gutes Profil“ ist keine.
  • Alter – die DOT-Nummer auf der Reifenflanke nennt Woche und Jahr. „DOT 2023“ reicht völlig.
  • Marke – gerade bei Marken, die Käufer schätzen, ein echtes Argument.

Wenn die Reifen neu sind, gehört das zu den Serviceangaben – mit Datum und Kilometerstand, wie jede andere Arbeit am Fahrzeug auch.

So sieht der Absatz aus

„Ganzjahresreifen [Marke], DOT 2023, Profil ca. 5 mm rundum. Ein zweiter Satz ist nicht vorhanden.“

Vier Zeilen Information in einem Satz – und der Käufer hat nichts mehr zu rechnen.

Der zweite Radsatz – dabei oder nicht?

Das ist eine der häufigsten Rückfragen überhaupt, und sie lässt sich mit einem Halbsatz erledigen. Drei Varianten, alle in Ordnung – solange eine davon dasteht:

  • Dabei. „Zweiter Satz Winterräder auf Stahlfelgen ist dabei, Profil ca. 6 mm.“ Das ist ein spürbares Zusatzargument.
  • Nicht dabei. „Ein zweiter Satz ist nicht vorhanden.“ Klar und erledigt.
  • Gegen Aufpreis. Möglich – aber dann konkret. „Kann nach Absprache zusätzlich erworben werden“ ohne Preis lässt den Kaufgegenstand offen, und das ist bei einer Verhandlung nie zu deinem Vorteil.

Fotos und Lieferumfang müssen zusammenpassen

Ein Punkt, der leicht übersehen wird: Was auf den Bildern montiert ist, wird erwartet. Wer im Winter fotografiert und im Frühjahr mit Sommerrädern verkauft, zeigt etwas anderes, als er liefert – auch ohne jede Absicht.

Ein Satz löst das auf: „Auf den Fotos sind die Winterräder montiert. Verkauft wird mit den Sommerrädern auf Alufelgen; die Winterräder sind ebenfalls dabei.“

Und falls die Felgen auf den Bildern nicht die sind, die mitgehen, gehört das genauso deutlich hin. Sonst steht es bei der Übergabe im Raum.

Was wir uns dabei ansehen

Ob Reifen und Räder vollständig beschrieben sind und ob Bilder und Lieferumfang zusammenpassen, gehört zu den Punkten, die wir in jedem Report prüfen. Im Basic-Paket steht danach beides an der richtigen Stelle.

Wir sehen uns dein Inserat an, nicht dein Fahrzeug – wir messen keine Profiltiefe und beurteilen keinen Reifenzustand. Der Kurzcheck ist kostenlos.

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